Intensives Kletterwochenende
Mit Sicherheit und Fachkompetenz hoch hinaus
Dass der Erwerb einer Kletterlizenz kein Selbstläufer ist, erfuhren elf Teilnehmende am zweiten Märzwochenende am Kletterturm Leipzig-Mockau. Die Gruppe, bestehend aus hauptberuflich und ehrenamtlich Aktiven aus ganz unterschiedlichen Lebens- und Arbeitskontexten, absolvierte zwei mental wie körperlich fordernde Ausbildungstage. Im Zentrum stand dabei das Ziel, das Klettern fundiert und kompetent in der Arbeit mit Kindern und Jugendlichen einzusetzen.
Unter der Leitung von Sven Wagner – einem überaus erfahrenen Referenten, Sportlehrer und langjährigen Verantwortlichen für die DAV-Nachwuchsarbeit – wurden die strengen Sicherheitsstandards des Deutschen Alpenvereins konsequent vermittelt. Das oberste Gebot war die Sicherheit, weshalb die praktischen Übungseinheiten der absoluten Verinnerlichung der Sicherungstechnik dienten. Die Teilnehmenden erlebten ein straffes Programm, das durch das vorfrühlingshafte Wetter und die hervorragenden Bedingungen am Turm begünstigt wurde.
Trotz der hohen Anforderungen wuchs die Gruppe schnell zusammen: Nicht nur der gemeinsame Abend im Gästehaus Liemehna, sondern vor allem das intensive Training am Seil und der fachliche Austausch in den Pausen schweißten die Teilnehmenden aus den verschiedenen Berufsfeldern und Altersgruppen zusammen.
Die Ernsthaftigkeit der Ausbildung spiegelte sich in den abschließenden Prüfungen wider.
Während alle elf Teilnehmenden die Basisqualifikation für das Toprope-Sichern erfolgreich meisterten, konnten aufgrund der hohen Standards und der notwendigen Routine lediglich zwei von ihnen die anspruchsvolle Lizenz für das Vorstiegsklettern erwerben. Wer eine Ausbildung sucht, die fachliche Tiefe mit pädagogischem Mehrwert verbindet und echte Handlungssicherheit für die Praxis bietet, findet in diesem Format die ideale Grundlage. Eine mögliche Neuauflage verspricht erneut eine intensive Erfahrung, die weit über das bloße Sportklettern hinausgeht.
