Landesjugendpfarramt
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Nachgefragt

Nachgefragt bei Rüdiger Steinke

2020 – für uns alle war das ein sehr besonderes Jahr. Was nimmst Du persönlich daraus mit an Erfahrungen für Dich und Deine Arbeit?

Ich bin in Hagen/Westf. mit Freunden in das Jahr hineingestartet. Gemeinsam haben wir am Silvesterabend den Film „Der Junge muss an die frische Luft“ angesehen. Es hat mich berührt und inspiriert, wie der Junge Hans Peter (Hape) Schwierigkeiten und Widrigkeiten in seinem Leben kreativ und mit Humor angeht und bewältigt. Da kamen mir häufig in diesem Jahr Szenen wieder hilfreich in den Sinn. Natürlich war es ein sehr besonderes Jahr. An den damit verbundenen Erfahrungen arbeite ich gerade noch. Stark fand ich, wie wir hier im Team nach guten und praktischen Lösungen für neue und alternative Arbeits- und Kommunikationsformen gesucht haben, um weiterhin wirksam arbeiten zu können. Es hat sich die Erkenntnis bestätigt, dass unsere Lebens- und Gesellschaftskonstruktionen sehr fragil und angreifbar sind. Nichts ist selbstverständlich. Umso mehr möchte ich schätzen, was für vielfältige Lebensgestaltungsmöglichkeiten mir bisher zur Verfügung standen und stehen. Zu den Erfahrungen des Jahres gehört auch, dass mir wertvolle Menschen bzw. Freunde abhandengekommen sind. Die Deutung der gesellschaftlichen Entwicklungen bzw. der dazugehörigen Haltungen hat zu Brüchen geführt. Das beschäftigt mich und damit habe ich nicht gerechnet.

 

2021 – darauf freue ich mich:

  • auf möglichst viele erfreuliche persönliche Begegnungen,
  • auf die Geschichten, die ich mit meiner kleinen Tochter lese,
  • auf den Frühling mit seinen Farben, Gerüchen und Licht,
  • auf Wanderungen in der Sächsischen und Böhmischen Schweiz
Nachgefragt bei Heike Siebert

2020 – für uns alle war das ein sehr besonderes Jahr. Was nimmst Du persönlich daraus mit an Erfahrungen für Dich persönlich und Deine Arbeit?

Spontan fällt mir sofort das Wort Solidarität ein. Ein auf den ersten Blick verstaubtes Wort, hat in den letzten Wochen wieder an Bedeutung gewonnen. Wir alle haben unser komplettes Leben heruntergefahren, um uns zu schützen, aber auch Menschen, die den besonderen Schutz benötigen, nicht jung oder gesund sind, Solidarität zu zeigen. Das ist sozial, menschlich und so christlich - ehrlich gesagt, hätte ich das unserer oft egoistisch-kapitalistischen Gesellschaft nicht zugetraut. Diese Solidarität reicht bis auf die ganz persönliche Ebene. Menschen hinterlassen Lebensmittel für Obdachlose oder kaufen ein für Nachbarn, die sie vorher spießig fanden oder kaum gegrüßt haben. Für mich ist die Erkenntnis wichtig: Welche Welt wollen wir den Kindern und Jugendlichen hinterlassen? Fridays for Future wird mehr denn je ein Thema werden. Sind wir bereit, unser Leben zu verändern? Wie verrückt, sozial und erwachsen wäre das denn!

Ganz persönlich nehme ich aus dieser Zeit mit: Füreinander da sein, statt einander etwas vorzuspielen. Miteinander sprechen, statt gestresst zu sein. Zeit mit Familie, Freunden und Nachbarn zu verbringen – als sie ständig mit dem Argument des vollgestopften Arbeitskalenders auf später zu vertrösten. Zusammen Leben, mit allen Höhen, Tiefen und Kompromissen.

 

2021 – darauf freue ich mich:

Meine Freude 2021 auf Live-Erlebnisse in der Arbeit und privat ist noch mehr geworden. Der Mensch steht im Mittelpunkt! Nur digital auf Bildschirme schauen, macht Quadrataugen. Der Moment, Menschen wieder wirklich zu begegnen, in die Augen zu schauen, die Hand zu reichen, ist so prägend, dass ich nochmal stärker gespürt habe, welche wirkliche Kraft in Live-Begegnungen steckt. Natürlich bin ich lernfähig: Hybride Konzepte, welche analog und digital konzipiert sind, haben ihre Berechtigung.

Privat freue ich mich auf Kinobesuche, eine anstehende Hochzeit und einen tollen Sommer mit Festivals und Konzerten.

Nachgefragt bei Roberto Jahn

2020 – für uns alle war das ein sehr besonderes Jahr. Was nimmst Du persönlich daraus mit an Erfahrungen für Dich und Deine Arbeit?

Es war kein bequemes Jahr, in dem man die Konzepte nur aus der Schublade holen musste. Alles wurde neu gedacht. Manches neu gemacht. Ich habe am 17.3.2020 angefangen eine tägliche Andacht zu schreiben. Sie erscheint auf Facebook und wird per Whatsapp verschickt. Inzwischen sind es zwei Gruppen. Viele Abonnenten verteilen diese Andachten ihrerseits. Es ist wohl nicht zu optimistisch, wenn ich sage, dass wir damit jeden Tag mehr als 1000 Menschen erreichen. Was für eine geniale Möglichkeit?! Ja, in der Krise steckte auch die Chance für Neues, z.B. Onlinegottesdienste.

 

2021 – darauf freue ich mich:

Ich freue mich, auch 2021 meine Arbeit in Treue tun zu dürfen. Zum anderen freue ich mich, dass ich gemeinsam mit meinen neuen Kollegen und Bruder Stefan Markus zusammenarbeiten kann.

Nachgefragt bei Stefan Markus

2020 – für uns alle war das ein sehr besonderes Jahr. Was nimmst Du persönlich daraus mit an Erfahrungen für Dich und Deine Arbeit?

Das Jahr 2020 war und ist für mich ganz persönlich ein Jahr der totalen Veränderung und des Neuanfangs. Ich hatte meinen Dienst beim CMS kaum begonnen, da sind alle Pläne durch Corona plötzlich geplatzt. Sehr deutlich war zu spüren, dass ich genau in dieser Situation die Gelassenheit bekam, die neuen Wege ohne Angst und Zittern zu gehen. Ich weiß ganz sicher, dass meine bzw. unsere Arbeit im CMS gesegnet ist und wir ganz besonders in diesem Jahr diesen Segen unseres großen Gottes spüren durften. Das macht Mut für die kommenden Zeiten, egal was auch passiert.

 

2021 – darauf freue ich mich:

Ich freue mich auf die Weihnachtszeit im Erzgebirge und ich freue mich sehr auf meine Arbeit beim CMS im nächsten Jahr und dass mein Kollege und Bruder Roberto gerne mit mir arbeitet. Das ist einfach super!

Nachgefragt bei Stefanie Stange

2020 – für uns alle war das ein sehr besonderes Jahr. Was nimmst Du persönlich daraus mit an Erfahrungen für Dich und Deine Arbeit?

Wenn mir Anfang März jemand erzählt hätte, ich solle neun Wochen lang täglich abwechslungsreiche, fleischarme Vollkost, die allen schmeckt, für meine Familie kochen ohne zu oft einzukaufen – ich hätte die Veranstaltung abgesagt. Lerneffekt: es geht. :)

Beruflich nehme ich ein positives Zusammenwachsen mit Kolleginnen und Kooperationspartnern im In- und Ausland mit: Wir haben Veranstaltung geplant, abgesagt, geändert, neu geplant, reflektiert und wieder anders gemacht. Wir sind dabei im Miteinander und miteinander gewachsen, auch wenn es manchmal unendlich anstrengend war und ist.

 

2021 – darauf freue ich mich:

Privat freue ich mich auf Zeiten mit meiner Familie: miteinander Zeit verbringen, gemeinsam unterwegs sein und aneinander wachsen – immer wieder eine wunderbare und erfüllende Erfahrung, welche ich genieße und wofür ich sehr dankbar bin.

Als Referentin im Landesjugendpfarramt hoffe und freue ich mich gleichermaßen darauf, wieder mehr Veranstaltungen persönlich miteinander zu planen und durchführen zu können.

Nachgefragt bei Michael Zimmermann

2020 – für uns alle war das ein sehr besonderes Jahr. Was nimmst Du persönlich daraus mit an Erfahrungen für Dich und Deine Arbeit?

Das Jahr hat mir gezeigt, dass unser Leben nicht so sicher ist, wie es manchmal scheint. Manche Planungen waren plötzlich Makulatur, aber das Leben ging weiter. Meine Arbeit ist auch mit weniger Kilometern möglich gewesen. Ich habe gelernt, was Zoom ist. Das finde ich eine gute Möglichkeit zur Ergänzung persönlicher Begegnungen.

In der Lockdown-Zeit haben die Mitarbeitenden unserer Gemeinde und der Nachbarschaft jeden Sonntag einen gemeinsamen kurzen Gottesdienst per YouTube bereitgestellt. Sie haben so getan, als gäbe es das Kirchspiel schon, dass erst zum 1. Januar 21 gegründet wird. Wir konnten erleben, dass es gemeinsam gut geht. Das fand ich toll. Übrigens wurden bei uns über YouTube mehr Menschen erreicht als sonst zum Gottesdienst kommen. Hier liegt noch Potential für unsere Kirche. Aber mir hat das Plaudern nach den Gottesdiensten doch gefehlt.

 

2021 – darauf freue ich mich:

…auf unseren 40. Hochzeitstag – rückblickend ist diese Zeit gar nicht so lang!

…dass es wieder einen Schlosstriathlon in Moritzburg gibt.

…dass unser Projekt „Mit dem Nachtzug durch Europa“ (siehe Veranstaltungen im Referat Gesellschaftspolitische Jugendbildung) im dritten Anlauf nun stattfinden kann.

…und dass es auch wieder Überraschungen gibt, weil das Leben nicht nur aus Vorhersehbarem und Geplantem besteht.

Nachgefragt bei Steffen Göpfert

2020 – für uns alle war das ein sehr besonderes Jahr. Was nimmst Du daraus mit an Erfahrungen für Dich persönlich und Deine Arbeit?

„Wer etwas nicht will, findet Gründe, wer etwas will, findet Wege!“ ist das abgewandelte Zitat des Speditionsunternehmers Harald Kostial. Im Original heißt es: „Wer etwas will, sucht Wege. Wer etwas nicht will, sucht Gründe!“ (www.kostial.de) Das konnte ich im Jahr 2020 an vielen Stellen erleben. Das Suchen und Finden von Wegen, das Entdecken, wie es trotzdem geht, hat mich ermutigt dranzubleiben am Wegefinden und am Infragestellen mancher Handlungsweisen und Ordnungen. Die Krise zeigt die Lebenstauglichkeit von Regeln und Bestimmungen auf, öffnet den Blick für notwendige Veränderungen und zeigt, was grundlegend und haltgebend ist. Planungen werden in Zukunft hybrid gestaltet werden und manche Veranstaltungen können digital gestaltet werden. Welche Formate digital und welchen Formate analog besser sind, ist eine der Fragen, die ich mit ins neue Jahr nehme. 

 

2021 – darauf freue ich mich:

Ich freue mich  auf den Ehrenamtlichentag 2021 im Oktober und bin gespannt, wie  neue Formate unter anderem bei den Juleicaschulungen funktionieren.

Nachgefragt bei Jan Witza

2020 – für uns alle war das ein sehr besonderes Jahr. Was nimmst Du persönlich daraus mit an Erfahrungen für Dich und Deine Arbeit?

Das vergangene Jahr mit all seinen Unwägbarkeiten und (Planungs-)Unsicherheiten hat mich sehr oft vor sehr einfache und doch unglaublich schwer zu beantwortende Fragen gestellt: Was ist jetzt wichtig? Welche Entscheidung ist jetzt zu treffen (und was kann warten)? Welche Entwicklung lässt sich aktuell erahnen und wie kann angemessen darauf reagiert werden?

Und wie so oft im Leben, sind es die einfachen Fragen, die einen weiterbringen.
Ich habe gelernt, dass die Evangelische Jugend im Krisenfall auch schnelle Entscheidungen und Formatveränderungen vornehmen kann. Wer von uns hätte schon gedacht, dass wir Großveranstaltungen wie den BJK-Tag auch digital oder hybrid durchführen können. Das wäre im März 2019 unvorstellbar gewesen und ab März 2020 war plötzlich vieles möglich. Das möchte ich mir gerne für die Evangelische Jugend und die politische Bildung erhalten: die Möglichkeit, dass alles auch ganz anders sein und gemacht werden könnte. „Das haben wir schon immer so gemacht“ gilt nicht mehr!

 

2021 – darauf freue ich mich:

Wege entstehen beim Gehen. Ich hätte nie gedacht, dass unser vergangenes Jahr so würde, wie es eben war. Deshalb bin ich gespannt auf das Kommende!

Und ich freue ich mich auf Kaffee und Waffeln im Winter, Fahrradfahren im Frühling, laue Sommernächte an der Elbe, den Herbst in der Sächsischen Schweiz, Begegnungen mit Menschen und neue, spannende Herausforderungen in der Evangelischen Jugend und darüber hinaus!

Nachgefragt bei Heike Gruhlke

2020 – für uns alle war das ein sehr besonderes Jahr. Was nimmst Du persönlich daraus mit an Erfahrungen für Dich und Deine Arbeit?

Das Leben besteht für mich nicht aus einer Aneinanderreihung von Plänen, sondern ist wie ein Fluss für mich – mit Herausforderungen, Begegnungen und vor allem dem Unerwartbarem. Wenn ich mich in diesen Fluss wirklich hineinbegebe, erfahre ich mehr, als ich mir selbst je hätte vorstellen können.

2021 – darauf freue ich mich:

Ich freue mich auf jeden neuen Tag im neuen Jahr. Denn ich bin gewiss, dass jeder Tag mit Leben – in all seinen Farben – gefüllt sein wird. Es ist an mir, mich auf diese Fülle einzulassen.

Nachgefragt bei Lars Gustav Schwenzer

2020 – für uns alle war das ein sehr besonderes Jahr. Was nimmst Du persönlich daraus mit an Erfahrungen für Dich und Deine Arbeit?

Ein Innehalten durch eine Pandemie! Ich habe schon einiges erlebt - den Fall der Mauer oder die Jahrhundertflut im Elbtal. Dieses Innehalten war eine Zeit der äußerlichen Stille. So still habe ich meine Heimatstadt noch nie erlebt. Innerlich war ich unruhig, belastet und auch ausgelastet. Arbeit und Arbeitsbeziehungen mussten neu strukturiert und auch organisiert werden. Das war anstrengend und herausfordernd, da wurde es ungemütlich in der Komfortzone von routinierten Abläufen! Außerdem mussten wir privat die Pflege für unseren mit einer Mehrfach-Schwerstbehinderung lebenden Sohn plötzlich sieben Tage die Woche 24 Stunden lang übernehmen, das war eine zusätzliche große Herausforderung.
Geschäftigkeit, Ausprobieren neuer Spiel- und Methodenformate, die Beobachtung und Begleitung der Nutzung digitaler Techniken, da liefen oft Prozesse von Lernen und Lehren parallel – die Floskel learning by doing war plötzlich mit Leben gefüllt bis zum Rand.

 

2021 – darauf freue ich mich:

Wieder nach Bethlehem, zur Tanz- und Theaterwerkstatt ich - freue mich sehr auf die Begegnung mit den Jugendlichen und den Kollegen in Palästina.

Sportliche Herausforderungen werde ich auch 2021 wieder im ultracycling suchen. Quer durch Deutschland mit dem Rennrad zum Race across Germany, von West nach Ost, Aachen – Görlitz, 780 km am Stück. Das wär’s! #jedermeter

 

Nachgefragt bei Max Schädlich

2020 – für uns alle war das ein sehr besonderes Jahr. Was nimmst Du persönlich daraus mit an Erfahrungen für Dich und Deine Arbeit?

Das Jahr hat mich mit vielen Fragen, viel probieren, reflektieren und verändern, konfrontiert. Formate verwerfen und wieder ganz neu ansetzen. Es gab Zeit für Kreativität und Multiplikation. Endlich ist es relevant, Jugendlichen im Netz auf Augenhöhe begegnen zu dürfen. Endlich reden wir über soziale Netzwerke, wie sie funktionieren, wie es gut aussieht und wo es hingehen soll.

 

2021 – darauf freue ich mich:

Auf mich warten neue Aufgaben und Herausforderungen! Ich darf neue Menschen kennen lernen, mich weiterbilden und zusammen mit anderen Prozesse anstoßen und begleiten. Darauf freue ich mich sehr. Was mir dabei sehr am Herzen liegt, ist das Ausprobieren und Lust auf soziale Netzwerke zu machen!

Nachgefragt bei Kerstin Göpfert

2020 – für uns alle war das ein sehr besonderes Jahr. Was nimmst Du persönlich daraus mit an Erfahrungen für Dich und Deine Arbeit?

Für mich war das Frühjahr eine intensive Zeit mit der Familie und ich bin dankbar für die Zeit im eigenen Garten. Ich war überrascht davon, wie schnell sich unser Leben auf den Kopf stellen ließ und wie bislang nicht für möglich gehaltene Maßnahmen für eine kurze Zeit selbstverständlich wurden. Es zeigte sich, dass so einiges geht, wenn man nur will, und dass gemeinsam vieles zu bewältigen ist. Meine Sorge gilt den Menschen in den Ländern, in denen kein Sozialsystem die wirtschaftliche Unsicherheit abpuffern kann und die medizinische Versorgung unzureichend ist. Eh schon bestehende Not wird dort schnell zur Katastrophe. Zugleich beunruhigt und beschämt mich die menschenunwürdige Lage in den Flüchtlingsunterkünften an der europäischen Grenze. Ich bin dankbar für die Schiffe im Mittelmeer, die sich um Seenotrettung kümmern. Ich freue mich über die Jugendlichen, die sich durch Corona nicht entmutigen ließen, für ihre Anliegen in Sachen Klimaschutz und Klimagerechtigkeit zu kämpfen, und hoffe auf noch mehr Engagement in Kirchen und Gemeinden.

 

2021 – darauf freue ich mich:

Ich freue mich auf den Ökumenischen Kirchentag in Frankfurt und hoffe, dass wir als evangelische und katholische Jugend dabei sein können. Zudem blicke ich gespannt auf den „Pilgerweg für Klimagerechtigkeit“, der im August auch durch Sachsen führen wird.

Nachgefragt bei Georg Zimmermann

2020 – für uns alle war das ein sehr besonderes Jahr. Was nimmst Du persönlich daraus mit an Erfahrungen für Dich und Deine Arbeit?

Zur Landessynode gehören jetzt sechs Jugendliche. Dazu kommen noch vier Jugenddelegierte. Darüber freue ich mich riesig. So viel Jugend war in einer sächsischen Landessynode noch nie. Ich freue mich, dass ihre Stimme immer mehr Gehör findet und dass ihre Sicht auf unsere Kirche ernst genommen wird. Das ermutigt die vielen Jugendlichen, die in den neuen Kirchenvorständen mitarbeiten werden. Und das ermutigt mich, weiter unter Jugendlichen für die Mitarbeit in der Evangelischen Jugend und in der Landeskirche zu werben.

Besonders 2020 hat gezeigt: Jugendarbeit ist flexibel und vorn dran. Ich habe so viel Lust am Ausprobieren, an der Verknüpfung von analogen und digitalen Angeboten, an der Kooperation mit anderen Akteurinnen und Akteuren in Kirche und Gesellschaft und an kreativen Ausdrucksformen des Glaubens gesehen. So schön!

Ich plane gern und habe 2020 die Erfahrung machen müssen: Viele meiner Pläne gehen nicht auf. Vieles wird plötzlich ganz anders. Diese Erfahrung empfand ich als sehr unangenehm. Sie hat mir aber neu die Augen für den geöffnet, in dessen Hand mein Leben liegt. Inzwischen plane ich vorsichtiger. Auch für 2021.

 

2021 – darauf freue ich mich:

Ich habe 2020 gelernt, dass vieles von dem, worauf ich mich freute, nicht durchführbar war (siehe oben). Darum hoffe ich:

Ich hoffe, dass ich viele Begegnungen mit Jugendlichen, Ehrenamtlichen und Hauptberuflichen in den Kirchenbezirken, auf Landes- und Bundesebene haben werde. Davon gab es 2020 zu wenige.

Ich hoffe, dass wir im Oktober einen guten Ehrenamtlichentag haben und sich viele Jugendgruppen um den „Goldenen Salzstreuer“ bewerben.

Ich hoffe, dass ich es mal bis zu einem Halbmarathon schaffe.

Nachgefragt bei Mirjam Lehnert

2020 – für uns alle war das ein sehr besonderes Jahr. Was nimmst Du persönlich daraus mit an Erfahrungen für Dich und Deine Arbeit?

Ich hatte nicht erwartet, dass ich in meiner Arbeit so sehr von einer von außen vorgegebenen Struktur abhängig bin. Es hat eine ganze Weile gebraucht, eine für die Situation passende Struktur zu finden. Und ich möchte niemals nur von zu Hause aus arbeiten. Ich liebe und brauche die analoge Begegnung, das gemeinsame Überlegen und Planen und den Austausch und Kontakt mit anderen genauso, wie ich auch gern allein zu Hause bin.

 

2021 – darauf freue ich mich:

Ich möchte gern einige Dinge beenden und freue mich sehr auf die Energie, die dadurch frei wird und für anderes eingesetzt werden kann.

Und ich freue mich auf die Zusammenarbeit mit den Ehrenamtlichen im Leitungsteam bei der Kinderwoche, die ich für 2021 zum ersten Mal plane.

Nachgefragt bei Matthias Kipke

2020 – für uns alle war das ein sehr besonderes Jahr. Was nimmst Du persönlich daraus mit an Erfahrungen für Dich und Deine Arbeit?

Die Kreativität im Umgang mit besonderen Situationen wurde immer wieder herausgefordert. Das war gut und hat die Zusammenarbeit mit „unseren“ ehrenamtlich tätigen Jugendlichen gefordert und gefördert. Außerdem machten viele Situationen kurzfristige Entscheidungen und Planungen erforderlich – neue Wege mussten gefunden und gegangen werden. Und: es hat (meistens) gut funktioniert. Einige Erfahrungen und Erlebnisse werden meine Arbeit weiter intensivieren und neue Experimente begleiten.
Spürbar war und ist für mich immer wieder, dass (vor allem) junge Menschen mit Behinderung von direkter, persönlicher Kontaktaufnahme am meisten profitieren. 

 

2021 – darauf freue ich mich:

Ein großes Familienfest im Juli wirft seine Schatten voraus …

Auf die neuen Experimente freue ich mich und Veranstaltungen, die 2020 ausfallen mussten, zu wiederholen, beschäftigt mich mit großer, dann hoffentlich nicht enttäuschter, Vorfreude.

Nachgefragt bei Johannes Bartels

2020 – für uns alle war das ein sehr besonderes Jahr. Was nimmst Du persönlich daraus mit an Erfahrungen für Dich persönlich und Deine Arbeit?

  1. Not macht erfinderisch: Wenn man physisch nicht zusammenkommen kann, entstehen auf einmal ganz neue Formen der Glaubenskommunikation: Balkonsingen, Video-Collagen mit virtuell zusammengesetzten Orchestern, Chören oder Theater-Ensembles, stille Flashmobs, Briefaktionen in der Nachbarschaft, Streaming-Abendmahl zum Mitfeiern zuhause, etc.
  2. Videokonferenzen, Webinare, etc. sind praktisch, vor allem, wenn nichts anderes geht; aber auch, wenn man auf diese Weise weite Anfahrten vermeiden kann.
  3. All das ersetzt aber nicht die Face-to-face-Begegnung. Wenn irgend möglich, lasst uns vor allem für die Jugendlichen auf physische Begegnungsräume nicht verzichten!
  4. Mit Gottvertrauen und Hygienekonzepten geht auch unter Corona-Bedingungen mehr als man meint: Straßenaktionen, Zeltplatz-Einsätze und selbst die Null-Euro-Tour! Gott sei Dank!

 

2021 – darauf freue ich mich:

Hauptberuflich freue ich besonders auf das Kletter- und Work-Camp im Hochseilgarten Moritzburg, das ich mit Kolleginnen und Kollegen im Sommer durchführen werde.

Privat freue ich mich auf einen Segeltörn auf dem Ijsselmeer/Wattenmeer.

Nachgefragt bei Gilbert Peikert

2020 – für uns alle war das ein sehr besonderes Jahr. Was nimmst Du persönlich daraus mit an Erfahrungen für Dich und Deine Arbeit?

Die Zeit der Einschränkungen durch die „Coronakrise“ war für mich schwer auszuhalten. Die ersten Wochen habe ich wie eine Zeit der Lähmung erlebt, die auch  teilweise mein Leben und meine Arbeit infrage stellte. Schmerzlich war, wenn Veranstaltungen und Projekte ausfallen mussten, gerade dort, wo viel Zeit, Kraft und Herzblut hineinflossen ist. Es war aber auch eine Zeit, die mir neu die wesentlichen Dinge bewusst machte. Wesentlich ist, dass unser Leben und Wirken im Glauben an Jesus Christus gegründet ist. Das ist der Ausgangspunkt für mich und für eine Arbeit mit Menschen.
Im Sommer habe ich Mitarbeiter unserer Landeskirche erlebt, die z.B. um ihre Rüstzeitprojekte gekämpft haben und gewisse Spielräume nutzen konnten. Hier habe ich mich wiedergefunden. Wir werden immer wieder mit Einschränkungen unterschiedlichster Art konfrontiert werden, aber die Frohe Botschaft Gottes soll Menschen erreichen. Darin will ich treu und auch mutig sein.

 

2021 – darauf freue ich mich:

2020 durfte ich beim Muskathlom Rumänien in Berlin teilnehmen. Es war eine Herausforderung und ein wichtiger Blick über den eigenen Horizont. Unter dem Eindruck des Erlebten habe ich mich entschlossen, 2021 noch einmal mitzumachen und Botschafter für Gerechtigkeit zu sein. Ich hoffe, dass der Muskathlon diesmal in Rumänien stattfinden kann.
Seit über 30 Jahre haben wir Freunde in Japan. In allem Für und Wider hatten wir uns entschlossen, sie in den Herbstferien zu besuchen. In allem Für und Wider hoffen wir, dass es in diesem Jahr möglich wird.

Nachgefragt bei Christiane Thomas

2020 – für uns alle war das ein sehr besonderes Jahr. Was nimmst Du persönlich daraus mit an Erfahrungen für Dich und Deine Arbeit?

Für mich war es wichtig, bei allen Schwierigkeiten und Unsicherheiten immer nach vorn zu denken, optimistisch zu planen und dabei flexibel zu bleiben. Uns wurde in diesem Jahr sehr viel Flexibilität abverlangt und vielleicht ist das ja eines von den Dingen, die wir lernen sollten: bisschen lockerer werden, was unsere Pläne anbetrifft, beweglicher sein, nichts als unumstößlich betrachten und die Lust, Neues auszuprobieren, neu zu entdecken.

 

2021 – darauf freue ich mich:

Wir arbeiten gerade am neuen Corporate Design des Landesjugendpfarramtes und der Evangelischen Jugend in Sachsen. Im nächsten Jahr soll es eingeführt und umgesetzt werden – darauf freue mich und bin ich sehr gespannt auf das Ergebnis. Privat freue ich mich sehr auf unsere nächste Hüttentour im Sommer, nachdem die 2020er Tour ausfallen musste.

NACHGEFRAGT

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JUGENDMUSIKTHEATERWOCHE

von Jazz-Rock-Pop bis Klassik

17.10.2021

Fahrt nach Siebenbürgen in Rumänien

Freizeit für Jugendliche mit und ohne Behinderung von 16-27 Jahren

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