Landesjugenpfarramt

Neue Perspektiven

Mit dem Format "Neue Perspektiven" wollen wir als Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Landesjugendpfarramts Impulse, Denkanstöße und Sichtweisen auf kirchen- und gesellschaftspolitische Themen bieten. Unter dieser Überschrift werden sich mit der Zeit aber auch Anregungen und Texte für die Ausgestaltung von Jugendgruppen und jungen Gemeinden finden lassen.

Es gehört in einer Demokratie dazu, dass Menschen ihre Sicht und Wahrnehmung in den öffentlichen Diskurs einbringen, um damit die demokratische Debattenkultur zu pflegen und Gesellschaft weiterzuentwickeln.

In unregelmäßigen Abständen werden unter dieser Rubrik nun also Sichtweisen von Referentinnen und Referenten des Landesjugendpfarramts veröffentlicht.

Den Anfang macht ein Thema, dass gerade die gesamte Bundesrepublik bewegt und auch in der Evangelischen Jugend in Sachsen Wellen schlägt:

 


PEGIDA

Ich erlebe die Pegida-Demonstrationen als Ausdruck tiefsitzender Frustrationen und Ängste der Beteiligten im Blick auf ihre persönliche Situation oder die gesellschaftlichen Verhältnisse in unserem Land.  Für vermeintliche Missstände werden Ausländer, Politiker und Medienvertreter pauschal zu Sündenböcken gemacht. Das geht gar nicht! Wenn diese Schuldzuweisungen entfallen, kann gut über scheinbare oder reale Bedrohungen des Abendlandes gesprochen werden.  Dahin müssen wir kommen!
Tobias Bilz; Landesjugendpfarrer

"Patriotischen Europäer gegen die Islamisierung des Abendlandes" – bei diesem Namen sträuben sich bei mir als Sprachwissenschaftlerin, Historikerin und Christin die Nackenhaare. Die Begründer der Bewegung machen mit diesem Namen recht deutlich, wes Geistes Kind sie sind. Umso betroffener macht es mich, wie viele Menschen - durchaus auch einige aus meinem Bekanntenkreis - unter diesem Namen auf die Straße gehen. Den Verunsicherten, Enttäuschten, Besorgten würde ich gerne sagen: Redet miteinander, sucht nach Lösungen, die niemanden ausschließen!
Und: Lasst euch nicht vereinna(h)men!
Christiane Thomas; Referentin für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit

„Die Welt scheint aus den Fugen geraten zu sein“ konnte man in Anbetracht der zunehmenden globalen Konflikte im vergangenen Jahr häufig lesen und hören. Auch mir macht es größte Sorgen, wenn ich sehe, an wie vielen Orten dieser Welt Chaos, Krieg und Barbarei herrschen. Die Sorge, dass dies immer weiter zu uns rückt und auch hier das Leben bedroht, erscheint mir verständlich und in vielen Äußerung der Pegida- Demonstranten höre ich genau das heraus. Über diese Sorge muss gesprochen werden. Jedoch sollte die Angst um das Eigene nicht bestimmend sein, wenn es darum geht, Menschen Zuflucht zu gewähren, die aus Kriegsgebieten, aus großer Not und oft traumatisiert zu uns kommen. Ich bin dankbar für die klaren Worte unserer Kirche und unseres Bischofs. Wenn wir im Sinne Jesu handeln wollen, gibt es keine Alternative zur bedingungslosen Zuwendung zu den Menschen, die Terror und Krieg entkommen sind und bei uns Schutz suchen.
Rüdiger Steinke; Landesgeschäftsführer

„Die Würde des Menschen ist unantastbar.“
Wo Menschen abgelehnt und benachteiligt werden aufgrund ihrer Fluchtsituation, ihrer Herkunft, ihrer Religiosität, ihres kulturellen Hintergrundes, ihres Geschlechts oder ihrer sexuellen Orientierung ist ihre Menschenwürde in Gefahr. Die Wahrung dieser Menschenwürde muss – gerade in unserer Demokratie – jeden Tag neu erkämpft werden. Lasst uns hinschauen und uns einmischen.  Lasst uns das Gespräch suchen und die Gefolgschaft verweigern. #nichtinmeinemnamen
Für Diversität! Gegen jede Fremdenfeindlichkeit!
Hanna Zimmermann; Referentin für Sport- und Erlebnispädagogik

Welches Abendland soll denn hier verteidigt werden? Wenn es um das christliche Abendland geht, dann gehören Gastfreundschaft, Nächstenliebe und vorurteilsfreie Annahme doch auf jeden Fall dazu! Ein Abendland ohne das alles wäre weder christlich noch wert verteidigt zu werden!
Johannes Bartels; Referent für Jugendevangelisation

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Leitlinien für die Evangelische Jugend in Sachsen

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DENKMALE als Erinnerungskultur - Umgang mit Vergangenheit und Geschichte

19.08.2018

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21.08.2018

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"Die Abenteuerschule"

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