Evangelische Jugend in Sachsen
Evangelische Jugend in Sachsen

FRIEDEN SUCHEN FINDEN

Das war der Ehrenamtlichentag der Evangelischen Jugend in Sachsen am 12.10.2019 in Dresden


Unter dem Thema FRIEDEN SUCHEN FINDEN trafen sich am ersten Herbstferiensamstag mehr als 300 Jugendliche aus dem Gebiet der Ev.-Luth. Landeskirche Sachsens zum Ehrenamtlichentag der Ev. Jugend in Sachsen.

Gottesdienst


Gemeinsam feierten sie am Vormittag einen großen Gottesdienst in der Martin-Luther-Kirche. Landesjugendpfarrer Georg Zimmermann predigten zur Jahreslosung „Suche Frieden und jage ihm nach! (Psalm 34,15) Bezugnehmend auf den jüngsten Anschlag in Halle auf jüdische Gläubige stellen sich ihm die Fragen nach dem Warum  und Zimmermann gibt zu: „Ich bin ratlos.“ Und bleibt trotzdem oder gerade deswegen auf der Suche nach dem Frieden. „Es treibt mich eine Sehnsucht, dass Menschen einander in Liebe begegnen. Dass sie sich wertschätzen. Dass sie alles tun, dass sie miteinander leben können.“ Und mit Hilfe von drei „Friedensperlen“ sieht er die Möglichkeit, dem Frieden im Kleinen ein Stück näher zu kommen: Mit dem Mut, den Mund aufzumachen. Mit dem Willen, sich zu beteiligen. Und mit der Entscheidung, etwas loszulassen, verzichten zu können.
Im Anschluss an die Predigt stärkten sich die Jugendlichen gegenseitig mit einem Salbungsritual und einem persönlichen Zuspruch, vor dem Hintergrund, dass auch Jesus oft Stärkung gesucht hat auf seinem Weg und die Salbung auch aus dieser Zeit als altes stärkendes Ritual überliefert ist. Musikalisch ausgestaltet wurde der Gottesdienst durch die Band 150ps aus dem Erzgebirge, die mit Lobpreisliedern die Herzen der Teilnehmenden berührte.

Auf dem Weg - #evjulife


Nach dem Gottesdienst zogen die Jugendlichen gemeinsam zum St. Benno-Gymnasium. Auf dem Weg dorthin entstanden mit Hilfe von Scrabbelbuchstaben und viel Kreativität wunderbare Bilder zum Tage, die unter #evjulife gepostet wurden. Am Abend wurde das beste Bild mit einem Scrabbelspiel ausgezeichnet.

Impulsvorträge und Fließende Räume


Am Nachmittag waren die Teilnehmenden eingeladen, bei Impulsvorträgen das Motto des Tages zu vertiefen und in „Fließenden Räumen“ miteinander ins Gespräch zu kommen. U.a. sprach OLKR Thilo Daniel anhand von sehr persönlichen Erfahrungen zum Thema „Frieden in der Kirche“. Paul Polleske, Dresdner Vertreter der Bewegung fridays for future berichtet über Hintergründe und Ziele der aktuell so präsenten und auch polarisierenden Umweltbewegung. In 25 „Fließenden Räumen“ konnten die Teilnehmenden den ganzen Nachmittag lang zum Thema des Tages kreativ sein, miteinander reden, beten, musizieren, Theater spielen oder diskutieren. Beim Bauen mit Kapla-Bausteinen, beim Graffiti, im Malworkshop mit dem iranischen Maler Arya Rakhtala oder auch im Escaperoom waren Kreativität und Einfühlungsvermögen gefragt. Die Internationale Jusizmission Deutschland (IJM) – Partnerorganisation des diesjährigen Jugenddankopfer-Sonderzwecks – informierte über Hintergründe und Arbeitsweise im Kampf gegen Menschensklaverei.

Abendlicher Ball und Preisverleihung "Be the salt"


Am Abend wurde es festlich. Ein großes Buffet eröffnete den Ballabend. Die Band Simeon und Freunde brachte mit ihrer Musik die Menge zum Tanzen und Mitsingen. Zauberer Florian Steinborn verblüffte mit Jugendlichen mit ganz einfachen Utensilien, wie Zeitungsschnipseln oder Spielkarten. Hauptamtliche servierten Getränke und mixten an der Bar leckere (alkoholfreie) Cocktails.

Preisverleihung "Be the salt"


Gespannt hatten die Jugendlichen auch auf die Preisverleihung des Initiativpreises der Evangelischen Jugend in Sachsen „BE THE SALT“ gewartet. Fünf von neun Projektbewerbungen waren von der Jury für den Preis nominiert worden. Sie kommen von Jugendgruppen aus Chemnitz, Hartenstein, Klingenthal, Oberlungwitz und Thum. Der Preis soll Jugendgruppen ermutigen, missionarisch oder diakonisch aktiv zu werden und dabei neue Wege zu gehen. Den 1. Preis und damit den „Goldenen Salzstreuer“ erhielt die „JG interaktiv“, ein Projekt der Jungen Gemeinde und des EC Oberlungwitz. Den zweiten Preis gewann das Projekt „Leuchtturm XXL“ der Jungen Gemeinde Thum. Der 3. Preis ging an das Projekt „Grillstand auf dem Weihnachtsmarkt“ der Jungen Gemeinde Hartenstein.
Alle Preisträger erhielten jeweils ein Preisgeld in Höhe von 500 Euro. OLKR Burkhart Pilz würdigte alle eingereichten Projekte und ermutigte die Jugendlichen, auf diesem Wege weiter zu gehen, offen und kreativ Neues anzugehen und sich für die nächste Preisverleihung in zwei Jahren zu bewerben.

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