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Kinder bleiben neugierig stehen, Touristen zücken ihre Fotoapparate, als am Samstag punkt 16 Uhr Jugendliche vor dem Lutherdenkmal auf dem Dresdner Neumarkt plötzlich anfangen, sich völlig unterschiedlich, aber doch rhythmisch zu bewegen. Mit ihren Kopfhörern im Ohr hören sie ganz offensichtlich einen Sound, zu dem sie nicht still sitzen konnten. Mitten im tänzerischen und doch lautlosen Treiben vor dem großen Lutherdenkmal freut sich ein kleiner Martin Luther daran, mit unter den jungen Menschen sein zu dürfen, wenn auch selbst etwas steif in den Gelenken. Er selbst hat auf Facebook zu der Aktion aufgerufen.
"Die wollen Aufmerksamkeit haben", konstatiert ein älterer Mann, der vom Balkon eines Neumarktcafés das eigenartige Verhalten der jungen Menschen beobachtet. "Finde deine Frequenz", liest er dann laut die pinkfarbenen Worte auf dem gelben Banner, das nach zwei Minuten enthüllt wird.
![]() Die haben die Jugendlichen um Martin Luther anscheinend gefunden, wenn auch jeder eine andere, eben ganz eigene. Minuten später ist der Spuk vorbei, ein Pfiff beendet die Aktion, der ältere Herr wendet sich kopfschüttelnd wieder seinem Kaffee zu. "Finde deine Frequenz ... was soll das?"
Martin Luther, der große wie der kleine, ist begeistert von hoch- unter niederfrequenten Treiben zu seinen Füßen. Mehr davon bekommt er bald, denn zum Kirchentag Anfang Juni werden tausende Jugendliche in Dresden ihre Frequenz suchen und finden. |




