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Eindrücke aus sächsischer Sicht vom 2. Ökumenischen Kirchentag
„Sächsische Botschaft“ – unübersehbar überspannt der Schriftzug weiß auf grün den Messestand in Halle A6. Hinter der Bar und im Cafèbereich laden die „Botschafter“ in ihren dunkelgrünen T-Shirts fußmüde Messegäste zum Verweilen ein. Bei einem Kaffee oder Tee und sächsischen Knabbereien erzählen sie Kirchentagsbesuchern mal auf Sächsisch, mal in Englisch, aber immer mit guter Laune, welche Botschaft sie mitgebracht haben nach München. Die mehr als 30 ehrenamtlichen Jugendlichen und die Mitarbeiter der Katholischen und der Evangelischen Jugend in Sachsen haben keine Mühen gescheut, ihrem Kirchentagsstand eine einladende und gesprächsanregende Atmosphäre zu geben. „Die Sächsische Botschaft ist“, so Alfred Debus vom Evangelischen Landesjugendpfarramt, „für einige Sachsen zu einem Ort geworden, an dem sie sich „daheeme fühlen“, mitten im Messe-Getümmel des Ökumenischen Kirchentages. Aber auch Nicht-Sachsen fühlen sich angezogen vom Kaffee-Duft und von den leuchtenden Blüten des großen Hoffnungsbaumes. Und wer es geheimnisvoller mochte, der konnte in dem kleinen schwarzen Zelt mit der Riesenbrille auf dem Dach erfahren, wie die ökumenische Hoffnung schon hier und jetzt erlebbar werden kann. Der Blick durch die katholische und die evangelische Brille zeigte das gleiche Bild: mal fröhliche, mal nachdenkliche Menschen, junge und alte, mit orangenem Kirchentagsschal oder leuchtendgelbem, immer aber im Gespräch miteinander, achtsam und interessiert. Auch prominente Gäste aus Politik und Kirche fanden den Weg in die Sächsische Botschaft. Einer der Gäste des ersten Tages war Martin Dulig, Landtagsabgeordneter und Vorsitzender der sächsischen SPD. Im Gespräch mit den Landesjugendpfarrern und anderen Standbesuchern erzählte er von seiner Beheimatung in der evangelischen Kirche in Sachsen, seinen Erfahrungen als Christ in der SPD, seinen Hoffnungen für die politische Zukunft in Deutschland und dass man als überzeugter Christ in der Politik durchaus Unterstützung gebrauchen könne. Nach drei turbulenten, gesprächsintensiven und schlafarmen Tagen schloss am Samstag der Messestand der Evangelischen und Katholischen Jugend aus Sachsen. Ihre Botschaft der gelebten Ökumene wird weitergetragen werden, denn in München wurde sie für viele erfahrbar, spürbar, sichtbar. |



